Hauptversammlung 2026 – Erinnerungen an das 150-jährige Jubiläum
Am 20. Januar 2026 fand die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim, Abteilung Jesingen, im Feuerwehrgerätehaus in Jesingen statt. Abteilungskommandant Sören Schäfer begrüßte neben den Mitgliedern der Abteilung zahlreiche Gäste aus Verwaltung, Politik und Feuerwehr. Unter ihnen waren der Erste Bürgermeister Achim Rapp, Ortsvorsteherin Gabriele Armbruster, der stellvertretende Ortsvorsteher Reinhold Ambacher, Mitglieder des Gemeinderats und der Ortschaftsräte, der stellvertretende Stadtbrandmeister Andreas Bezler, Ehrenkommandant Hermann Stolz sowie Vertreter der Feuerwehrabteilungen Nabern, Ötlingen und Stadtmitte.
Zum Jahresende 2025 zählte die Freiwillige Feuerwehr Kirchheim, Abteilung Jesingen, insgesamt 108 Feuerwehrangehörige. Der Personalstand setzte sich aus 98 Kameraden und 10 Kameradinnen zusammen. Im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren konnte die Abteilung damit einen Zuwachs von 22 Mitgliedern verzeichnen – und dies trotz des allgemeinen rückläufigen Trends im Ehrenamt sowie ohne eine eigene Kinderfeuerwehr.
Die Einsatzabteilung umfasste 58 Angehörige, darunter vier Frauen. Diese verteilen sich auf zwei Züge mit jeweils 29 Mitgliedern im ersten Zug und 28 Mitgliedern im zweiten Zug, wobei alle Kameradinnen ihren Dienst im zweiten Zug leisten. Die Jugendabteilung bestand aus 25 Angehörigen, darunter sechs Mädchen. Weitere 25 Mitglieder waren der Altersabteilung zugeordnet.
In der Abteilung Jesingen, sind sämtliche Altersgruppen vertreten. Die Altersspanne reicht von 10 bis 95 Jahren. Das Durchschnittsalter aller Feuerwehrangehörigen liegt bei 40,4 Jahren. Auch die Einsatzabteilung weist mit einem Durchschnittsalter von rund 38 Jahren eine ausgewogene Mischung aus jungen und erfahrenen Kräften auf. Die personelle Entwicklung der Abteilung Jesingen zeigt damit eine stabile und zukunftsfähige Struktur.
Im Jahr 2025 gingen die Einsatzzahlen deutlich zurück. Dies war unter anderem auf die geringe Anzahl an Brandmeldealarmen zurückzuführen. Insgesamt wurden 26 Einsätze verzeichnet, davon 14 auf der Gemarkung Jesingen sowie 12 Einsätze zur Unterstützung der Abteilung Stadtmitte. Damit unterstrich die Jesinger Abteilung erneut ihre Bedeutung als verlässlicher Bestandteil der Gesamtfeuerwehr Kirchheim.
Die Einsätze gliederten sich in 9 Brandeinsätze, darunter 5 Kleinbrände, 1 Mittelbrand und 3 Großbrände. Hinzu kamen 5 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen, 4 Täuschungsalarme in gutem Glauben sowie 6 Einsätze der technischen Hilfeleistung. Abteilungskommandant Sören Schäfer dankte der Einsatzabteilung für die ständige Einsatzbereitschaft an 365 Tagen im Jahr, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Sein Dank galt ebenso den Arbeitgebern, die die Feuerwehrangehörigen für Einsätze freistellen und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leisten.
Im Jahr 2025 nahmen mehrere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim, Abteilung Jesingen, an Lehrgängen auf Kreisebene teil. Axel Bezler absolvierte erfolgreich den Truppführerlehrgang, während Kirsten Berardini, Carlo Bork und Damian Stirn ihre Kenntnisse im Brandübungscontainer vertieften.
Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt bildete erneut die Brandschutzerziehung. So besuchten zwei Klassen der Lindachschule mit insgesamt 40 Kindern und drei Lehrkräften die Feuerwehr zur Brandschutzerziehung. Darüber hinaus wurden weitere 60 Kinder und Jugendliche im Rahmen des Ferienprogramms im Feuerwehrhaus unterrichtet.
Die im Jahr 2025 anstehenden Beförderungen und Ehrungen wurden im Rahmen des Kameradschaftsabends vorgenommen. Zum Feuerwehrmann befördert wurden Christian Göbel, Michael Kerner und Damian Stirn. Den Dienstgrad des Oberfeuerwehrmanns erhielten Maximilian Poch und Jonas Schäfer. Dominik Haußmann wurde zum Brandmeister befördert.
Darüber hinaus wurden am Kameradschaftsabend mehrere Feuerwehrangehörige für langjährige aktive Dienstzeiten im Berichtsjahr 2024 geehrt. Für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Steffen Bezler ausgezeichnet. Eine Ehrung für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Michael Osswald, Benjamin Fleischer und Alexander Stirn.
Abteilungskommandant Sören Schäfer sprach zum Abschluss seinen Dank an alle aus, die zum erfolgreichen Feuerwehrjahr 2025 beigetragen haben. Sein Dank galt insbesondere an alle Mitglieder des Festausschusses und der einzelnen Fachgruppen für das letztjährige Jubiläum, ebenfalls auch seinen Stellvertretern, dem Abteilungsausschuss sowie den Mitgliedern des Festausschusses und der Fachgruppen, die mit großem Engagement das Jubiläumswochenende organisatorisch und finanziell erfolgreich umgesetzt haben. Ebenso würdigte er die Arbeit der Zug- und Gruppenführer, der Funktionsträger sowie der Gerätewarte und des Schriftführers. Ein weiterer Dank richtete sich an die Verantwortlichen in der Öffentlichkeitsarbeit, der Kantine und Grünpflege rund ums Feuerwehrmagazin. Sören Schäfer bedankte sich außerdem bei der Stadtverwaltung, der Ortschaftsverwaltung, dem Ortschaftsrat sowie der Gesamtfeuerwehrführung für die konstruktive Zusammenarbeit.
Der Bericht des Kassenverwalters Matthias Krebs fiel aufgrund des 150-jährigen Jubiläums besonders ausführlich aus, da eine Vielzahl an Belegen zu bearbeiten war. Die aufwendige Kassenprüfung wurde gemeinsam mit den Kassenprüfern sorgfältig durchgeführt. Jürgen Klein und Tobias Haußmann bestätigten eine ordnungsgemäße Kassenführung und empfahlen der Versammlung die Entlastung des Kassiers, die mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen wurde.
Aus dem Bericht der Jugendfeuerwehrwartin Lucy Bender geht hervor, dass die Jugendabteilung Jesingen derzeit 25 Mitglieder zählt, überwiegend jüngere Jugendliche. Erstmals wurde im Berichtsjahr ein Elternabend durchgeführt, um die neu aufgenommenen Jugendlichen ab 10 Jahren und deren Eltern umfassend zu informieren. Im Dienst wurden unter anderem Erste-Hilfe-Maßnahmen geübt, die Jugendflamme Stufe 1 absolviert sowie beim Vereins- und Betriebspokalschießen teilgenommen. Höhepunkte des Jahres waren neben dem 150-jährigen Jubiläums die Gesamthauptübung der Jugendfeuerwehren in Ötlingen sowie der traditionelle Besuch auf dem Zirkelhaus in Schopfloch im April. Auch unterstützte die Jugendfeuerwehr beim Jubiläumswochenende der Abteilung Jesingen. Am Sonntag, den 6. Juli 2025, richteten die Jugendlichen eine Spielstraße für die kleinen Gäste mit Hüpfburgen, verschiedenen Stationen und einem kleinen Malheft zu unserer Abteilung für kleine Feuerwehrfans, aus. Weitere Aktivitäten umfassten das Kreiszeltlager vom 18. bis 20. Juli in Dettingen/Teck sowie einen Ausflug am 23. August zur Feuerwehr der Messe und des Flughafens Stuttgart. Beim Dorfspiel zum 50. Jubiläum in Dettingen/Teck am 13. September konnten die Jugendlichen zudem den Siegerpokal nach Hause holen. Lucy Bender dankte allen Jugendlichen für ihr Engagement und ihre Begeisterung bei Diensten und Aktionen. Ein weiteres Lob ging an die Jugendbetreuer, die Helfer, die Feuerwehrführung, den Ausschuss und das Team der Unterführer für ihre Unterstützung.
Die Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Jesingen zählt derzeit 25 Kameraden. Leiter Karl Drexler informierte auch 2025 wie gewohnt alle Mitglieder, die nicht per E-Mail erreichbar sind, persönlich über die laufenden Entwicklungen. Insgesamt konnten ohne Ausfälle 10 Dienste durchgeführt werden. Ein besonderer Schwerpunkt des Jahres war das 150-jährige Jubiläum der Abteilung, bei dessen Vorbereitung und Organisation Karl Drexler dem Festausschuss und dem Team seine persönliche Anerkennung aussprach. Zudem feierte die Altersabteilung selbst ihr 50-jähriges Bestehen. Im Namen der Altersabteilung dankte Karl Drexler der Feuerwehrführung und dem Abteilungsausschuss für die gute Zusammenarbeit und schloss seine Worte mit dem traditionellen Gruß: „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“.
Die Strahlenschutzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim setzt sich aus 16 Mitgliedern zusammen, davon 13 aus der Abteilung Jesingen, eine Person aus der Feuerwehr Bissingen und zwei Kameraden aus Dettingen/Teck. Im Berichtsjahr 2025 gab es, wie in den Vorjahren, keine Einsätze. Die Gruppe absolvierte 5 Dienste. Höhepunkt des Jahres war eine großangelegte Hauptübung am 12. Mai auf dem Gelände des Müllheizkraftwerks in Göppingen. Dabei arbeiteten die Feuerwehren aus Kirchheim-Jesingen, Ostfildern, Göppingen und Salach landkreisübergreifend zusammen. Insgesamt waren über 50 Einsatzkräfte mit 11 Fahrzeugen beteiligt, um einen während Montagearbeiten verlorenen radioaktiven Strahler zu lokalisieren und sicher zu verschließen. Leiter Jochen Ambacher dankte allen Mitgliedern für ihre Einsatzbereitschaft und das Engagement im Übungs- und Einsatzdienst.
Bei den Grußworten dankte Erster Bürgermeister Achim Rapp der Freiwilligen Feuerwehr Jesingen für ihr langjähriges Engagement im Ehrenamt. Besonderer Dank galt dabei auch den Familien und Arbeitgebern, die die Feuerwehrangehörigen bei ihrem Einsatz unterstützen. Das 150-jährige Jubiläum der Abteilung hinterlasse weiterhin eine bleibende Erinnerung. Achim Rapp hob zudem die Leistungen der Jugendfeuerwehr sowie deren sichtbare Aktivitäten im Ort, etwa beim Weihnachtsbaumverkauf, hervor. Besonderen Nachdruck legte er auf den Schutz der Einsatzkräfte, insbesondere zum Jahreswechsel, und betonte, dass Einsätze und Verstöße konsequent verfolgt werden müssen. Abschließend dankte er allen Einsatzkräften für ihre kontinuierliche Tätigkeit zum Schutz der Kirchheimer Bürgerinnen und Bürger.
Stellvertretender Stadtbrandmeister Andreas Bezler übermittelte die Grüße von Stadtbrandmeister Michael Briki, der sich entschuldigen musste. Andreas Bezler lobte das 150-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr in Jesingen, insbesondere den Kreisfeuerwehrtag, der erfolgreich durchgeführt wurde. Gleichzeitig betonte er, dass sich die Feuerwehr stets den aktuellen Einsatzherausforderungen stellen müsse. Für die kommenden Monate kündigte er die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Feuerwehrbedarfsplan sowie die Fortführung der Ausbildung aller Gesamtunterführer an. Zudem werde die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage ein wichtiges Thema bleiben. Zum Abschluss wünschte Andreas Bezler allen Mitgliedern eine gesunde Rückkehr von Übungen und Einsätzen.
Ortsvorsteherin Gabriele Armbruster sprach der Freiwilligen Feuerwehr Jesingen ihren Dank für das 150-jährige Jubiläum aus, das nahezu unfallfrei und ohne größere Störungen über die Bühne ging. „Dieses Jubiläum hat im vergangenen Jahr alle feuerwehr- und katastrophenschutzrelevanten Themen geprägt – und das ist gut so“, betonte sie. Gabriele Armbruster wies zugleich auf die Herausforderungen hin, die ein knappes Budget mit sich bringt, und hob die Bedeutung des Zusammenhalts zwischen Ortschaftsverwaltung, Bürgerinnen und Bürgern sowie der Feuerwehr hervor. Abschließend dankte sie allen Mitgliedern für ihr Engagement und das erfolgreiche vergangene Jahr.
Routiniert führte Frau Armbruster durch den Tagesordnungspunkt „Entlastungen“, in dessen Verlauf der Kassenverwalter einstimmig entlastet wurde.
Nach der Bekanntgabe der anstehenden Termine, darunter auch der für das Jahr 2026 geplante gemeinsame Ausflug, schloss Abteilungskommandant Sören Schäfer die Hauptversammlung.

