Strahlenschutzübung in Jesingen

Bereits zum siebten Mal fand am Montagabend dem 26.06.2017 eine Strahlenschutzübung an der Jesinger Grund- und Hauptschule statt.
Einmal jährlich übt die Strahlenschutzgruppe der Feuerwehr Kirchheim unter Teck in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Göppingen, der Dekon-P (Dekontamination von Personen) Einheit der Feuerwehr Salach sowie dem Messzug aus Ostfildern landkreisübergreifend den Ernstfall. In diesem Jahr kam die Feuerwehr Nürtingen mit einer weiteren Dekon-P Einheit neu hinzu.

Übungsannahme war, dass der Wachdienst der Jesinger Grund- und Hauptschule beim abendlichen Rundgang auf dem Schulgelände einen Einbruch im Hauptgebäude feststellte.
Bei der Überprüfung der Räumlichkeiten traf der Wachdienst auf 2 Einbrecher, die daraufhin die Flucht ergriffen. Bei der anschließenden Verfolgung entdeckte der Wachdienst auf dem Freigelände eine Verpackung mir radioaktiver Kennzeichnung, woraufhin sie den Notruf wählten.
Durch eine schnelle Alarmierung der Leitstelle Esslingen mit dem Stichwort „Gefahrgutunfall 3 mit radioaktivem Material“ wurden neben der örtlichen Feuerwehr sowie dem Gefahrgutzug aus Ostfildern auch die Strahlenschutzgruppe Kirchheim und die Dekon-P Einheit aus Nürtingen zur Einsatzstelle gerufen. Aufgrund des großen Geländes wurde auch die Dekon-P Einheit Salach zusammen mit der Strahlenschutzgruppe Göppingen zur Unterstützung alarmiert.

Die ABC-Erkunder aus Göppingen und Ostfildern konnten grob auf die Einsatzstelle eingewiesen werden, sodass sie umgehend mit der Messung starten konnten. Nach kurzer Zeit konnte der große Sicherheitsradius auf den Schulhof verkleinert werden. Dort wurde durch einen Spürtrupp die Strahlenquelle ausfindig gemacht. Währenddessen richteten die Dekon-P Einheiten Salach und Nürtingen den Nachweisplatz ein.
Die Strahlenschutzgruppe Kirchheim übernahm die Bergung und Sicherung der Strahlenquelle. Nachdem sichergestellt wurde, dass keine Einsatzkräfte kontaminiert und die Strahlenquelle sicher isoliert war, konnte der zeitintensive Übungseinsatz nach 2 Stunden beendet werden.

Insgesamt waren über 55 Einsatzkräfte mit 10 Fahrzeugen im Einsatz.
Auch in diesem Jahr zeigte es sich wie wichtig es ist, Ernstfälle zu simulieren und die Zusammenarbeit mit den anderen Feuerwehren stetig weiter zu entwickeln.

Strahlenschutzübung in Jesingen
Strahlenschutzübung in Jesingen
Strahlenschutzübung in Jesingen
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