Strahlenschutzübung bei Firma Keller Lufttechnik

Nach ihrer großen landkreisübergreifenden Strahlenschutzübung, im Juli in Jesingen, führte am Dienstag, den 29. November, die Strahlenschutzgruppe Kirchheim erneut eine Übung durch. Dieser Strahlenschutzgruppe gehören derzeit 19 Einsatzkräfte der Abteilungen Jesingen und Nabern an, welche zusätzlich neben dem Feuerwehrdienst weitere acht Dienstabende absolvieren.
Alarmiert wurde die Feuerwehr zu einem „Laborbrand“ bei der Firma Keller Lufttechnik. Beim Eintreffen des Tanklöschfahrzeuges 20/30 wurde dem Einsatzleiter, Abteilungskommandant Andreas Bezler, mitgeteilt, dass sich noch Personen im Gebäude befinden. Daraufhin gab der Gruppenführer des TLF, Christian Ambacher, dem Angriffstrupp ausgerüstet mit Atemschutz, den Befehl ins Gebäudeinnere vorzudringen. Zudem wurde eine Löschwasserversorgung aufgebaut. Bei der Erkundung des Angriffstrupps stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um ein offenes Feuer, sondern um eine Verpuffung im Laborraum handelte. Dabei wurde man auch auf das Warnschild „Radioaktives Material“ an der Tür aufmerksam. Rasch konnte der verunglückte Mitarbeiter durch die Einsatzkräfte in Sicherheit gebracht werden.
In Anbetracht dieser Sachlage wurde die Strahlenschutzgruppe alarmiert, welche rasch mit ihrem Gerätewagen Strahlenschutz (Gruppenführer Jochen Ambacher) an der Einsatzstelle eintraf. Ihre Aufgabe war die Einrichtung eines Dekon-Platzes. Hier werden alle Personen welche sich im Gebäude befanden, überprüft, ob sie mit den Strahlen in Berührung kamen. Die weitere Aufgabe der Spezialtruppe, ausgerüstet mit Spezialschutzanzügen und Atemschutzgeräten, bestand darin, im Gebäude Messungen vorzunehmen. Ein akribische Tätigkeit. Diese Messungen ergaben, dass bei der Verpuffung ein Strahler ungeschützt im Laborraum lag. Wahrlich keine einfache Aufgabe in dem weitläufigen Laborraum den Strahler zu lokalisieren. Letzte Aufgabe war dann den aufgefundenen Strahler sicher in einem Spezialbehälter zu verwahren und aus dem Gebäude zu bringen. Bei dieser Übung wurde auch deutlich, welche Sicherheitsvorkehrungen bei einem Ernstfall notwendig sind.
Zufrieden über den Übungsverlauf zeigten sich sowohl Abteilungskommandant Andreas Bezler, als auch Firmenchef Frank Keller, bei dem sich der Abteilungskommandant für die Bereitstellung des Übungsobjekts bedankte.

Strahlenschutzübung bei Firma Keller Lufttechnik
Strahlenschutzübung bei Firma Keller Lufttechnik
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