Strahlenschutzübung Ostfildern

Strahlenschützer probten Ernstfall

Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, fand am vergangenen Dienstagabend in Ostfildern-Scharnhausen eine gemeinsame Hauptübung des Messzuges der Freiwilligen Feuerwehr Ostfildern und des Strahlenschutzzuges der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim statt. Hauptanliegen war hierbei nicht nur den Lagerort der radioaktiven Strahler ausfindig zu machen und dessen Bergung, sondern auch die optimale Zusammenarbeit beider Feuerwehren.
Alarm ausgelöst wurde von der Leitstelle Esslingen für den Messzug der Freiwilligen Feuerwehr Ostfildern, bestehend aus dem ABC-Erkundungskraftwagen und dem Gerätewagen Messtechnik sowie für den Strahlenschutzzug der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim, nachdem ein Logistikunternehmen in Ostfildern einen Hinweis erhalten hatte, dass in ihren Lagerräumen möglicherweise nicht ordnungsgemäß verpackte radioaktive Strahler gelagert sind. Dem Strahlenschutzzug Kirchheim gehören derzeit 23 Einsatzkräfte der Abteilungen Jesingen und Nabern an.
Erste Aufgabenstellung für die Einsatzkräfte aus Ostfildern (Einsatzleiter Gerhard Hanekamm) war, mit dem ABC-Erkundungskraftwagen umfangreiche Messungen vorzunehmen. Zunächst erfolgten diese in der weiteren und dann in der näheren Umgebung des weitläufigen Firmengeländes, bis der Lagerort lokalisiert war. Eine wahrlich nicht einfache Arbeit. Mit in diesen Übungabschnitt einbezogen wurde die Feuerwehr Göppingen mit ihrem Erkundungskraftwagen, welche als Gäste anwesendend waren. Die Einsatzkräfte des Gerätewagens Messtechnik werteten die eingegangen Messergebnisse aus und stellten eine Strahlung von radioaktivem Material fest. Zudem wurde weiterhin laufend die Gefährdung der umliegenden Betriebe beziehungsweise Wohnhäuser überwacht.
Diese Messergebnisse bildeten dann die Grundlage für den Einsatzablauf des Strahlenschutzzuges Kirchheim unter der Leitung von Gruppenführer Jochen Ambacher. Bei dieser Übung hatte zudem der Gerätewagen Strahlenschutz, welcher gebraucht beschafft und umgebaut wurde, seine erste Bewährungsprobe.
Erste Maßnahme war eine weiträumige Absperrung des Einsatzortes. Zahlreiche Schutzmaßnahmen, unter anderem mit der Überprüfung ob sich noch Personen im Gefahrenbereich befinden, waren zu treffen. Groß sind die Sicherheitsanforderungen was die Ausrüstung der Einsatzkräfte der Strahlenschutzgruppe betreffen. Diese bestehen aus einem Atemschutzgerät, einem Kontaminationsschutzanzug, Gummistiefeln, Handschuhen und Dosimetriegerät. So ausgerüstet erfolgte das fachgerechte Vorgehen der Spezialisten um den Strahler ausfindig zu machen. Wahrlich keine leichte Aufgabe. Nach dem Auffinden des gesuchten Objekts war noch die sichere Unterbringung in einem Spezialbehälter erforderlich.
Von weiteren Einsatzkräften der Gerätewagens wurde zwischenzeitlich ein Kontaminationsnachweisplatz eingerichtet. Diesen mussten zum Abschluss der Übung alle im abgesicherten Bereich tätigen Personen zum Schluss passieren.
Resümee war eine gut organisierte und gelungene Strahlenschutzübung. Dies brachte auch Stadtbrandmeister Friedhelm Müller lobend zum Ausdruck und hob dabei die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren Ostfildern und Kirchheim hervor. Zufrieden äußerte sich auch Einsatzleiter Gerhard Hanekamm (Abteilungskommandant von Nellingen). Amtsleiter Ernst Ruoß vom Landratsamt Esslingen erwähnte lobend den gelungenen Umbau des Gerätewagens Strahlenschutz und bedankte sich bei den Einsatzkräften für ihr Engagement bei der Übung.

Strahlenschutzübung Ostfildern
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