Schaumübung 2010
Schaum bei der Jugendfeuerwehr
Am 20. April 2010 stand für die Jesinger Jungfeuerwehrmänner und –frauen das Thema Schaum auf dem Dienstplan. Dazu wurde vorher theoretisch besprochen, weshalb man Schaum in 20 Liter Kanistern auf dem Feuerwehrfahrzeug mitführt, welche Arten von Schaum es gibt und wann man ihn einsetzt.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Schwer-, Mittel- und Leichtschaum, wobei die „Verschäumung“ maßgeblich ist. Zudem kann man das Schaummittel auch verdünnt verwenden, und es als so genanntes Netzmittel in den Einsatz bringen.
Schwerschaum wird primär bei Feststoffen verwendet, aufgrund der wenigen Luft, die zugeführt wird ist dieser Schaum sehr nass und kann durch das Schwerschaumrohr große Wurfweiten erzielen.
Dem Mittelschaum wird wesentlich mehr Luft zugeführt, deshalb kann dieser durch das Mittelschaumrohr nicht sehr weit verspritzt werden. Dieses Löschmittel, wie auch der Schwerschaum, hat eine kühlende und Sauerstoffabschneidende Wirkung.
Um mit Leichtschaum arbeiten zu können gibt es kein Schaumrohr, dazu muss ein besonderer Generator verwendet werden. Ein weiterer Nachteil des Leichtschaums ist, dass er aufgrund seiner hohen Verschäumung verfliegen würde und deshalb fast ausschließlich in geschlossenen Räumen verwendet werden kann.
Das Netzwasser ist normales Wasser, dem nur ein kleiner Prozentsatz an Schaummittel vom Typ AFFF zugemischt wird und durch das Hohlstrahlrohr gefördert wird. Dadurch entsteht kein „Schaum“ in dem Sinne, sondern das Netzwasser setzt die Oberflächenspannung des brennenden Objektes herab, dadurch wird eine höhere Löschwirkung erzielt.
Nachdem die Jugendlichen nun einiges über den Schaum gehört hatten durften sie nun die Geräte unseres TLF 20/30 begutachten. Was bei einem Schaumangriff mit Zumischer wichtig ist war den meisten schon bewusst: Erst muss Wasser schon am Strahlrohr sein, denn aufgrund der Sogwirkung des Zumischers wäre sonst der Schaumkanister leer. Zudem wurde auch über den fest eingebauten Schaummitteltank und Zumischer des Tanklöschfahrzeuges Schaum, bzw. Netzwasser erzeugt.
Nach ausreichend theoretischer Grundlage durften sich die Mädels und Jungs praktisch erproben und zeigten reges Interesse, auch als dann ans Aufräumen ging.

