Hauptübung 2009
„Personenrettung bei Scheunenbrand“
Naberner Feuerwehr stellte bei der Hauptübung ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis
Trotz nasskaltem Herbstwetter fanden sich zahlreiche Bürger zu der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim, Abteilung Nabern, am vergangenen Samstagnachmittag ein und konnten sich nicht nur vom guten Ausbildungsstand, sondern auch vom Einsatzwillen der Floriansjünger überzeugen.
„Brand einer Feldscheune in der Verlängerung des Asangweges“, so lautete die Alarmmeldung von einem Landwirt, welche bei der Leitstelle in Esslingen einging. Das bedeutete Alarm für alle Einsatzkräfte der Abteilung Nabern. Schon kurz nach der Alarmierung traf der Mannschaftstransportwagen mit dem Einsatzleiter Markus Helfert und dem Führungsassistenten Hubert Möhl bei der in dichten Rauch gehüllten Feldscheune ein. Bei der Lageerkundung wurde festgestellt, dass sich zwei Kinder in der Scheune befanden und ihnen der Fluchtweg durch das geschlossene Scheunentor versperrt war. In Anbetracht dieser Ausgangslage war für den Angriffstrupp, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, des zwischenzeitlich eingetroffenen Löschfahrzeuges 8/6 oberste Priorität, das Schloss am Eingangstor zu knacken, um die eingeschlossenen Kinder ausfindig zu machen und sie aus ihrer missliche Lage zu befreien. Zuvor wurde bereits bei der Anfahrt der Schlauchanhänger und die Tragkraftspritze 8 am Gießnaubach abgestellt. Von hier aus erfolgte parallel zur Personenrettung der Aufbau einer rund 300 Meter langen Schlauchleitung zum LF 8/6. Wenig später traf das Tragkraftspritzenfahrzeug ein. Deren Besatzung wurde zunächst mit der Aufgabe betraut, einer zweite Schlauchleitung mit separatem Verteiler vom öffentlichen Wassernetz im Gewann Braike aufzubauen. Deren Angriffstrupp rüstete sich ebenfalls mit Atemschutzgeräten zur Unterstützung des ersten Trupps aus. Um die Sicherheit der im Scheuneninnern befindlichen Einsatzkräfte zu gewährleisten, befanden sich zwei Trupps in Bereitschaft. Mit dem Mannschaftstransportwagen wurden weitere Einsatzkräfte zur Brandstelle gebracht, welche sowohl beim Aufbau der Wasserversorgung als auch danach zur Brandbekämpfung eingesetzt wurden. Glücklicherweise konnten die zwei Kinder rasch ausfindig gemacht und zur weiteren Versorgung an die Rettungskräfte des Malteser Hilfsdienstes, welche mitalarmiert wurden, übergeben werden.
Der gesamte Übungsablauf wurde von Abteilungskommandant Andreas Jakob fachkundig erläutert. Dadurch waren sowohl die zahlreichen Zuschauer, unter ihnen Ortsvorsteher Clemens Moll, die Ortschaftsräte, Stadtbrandmeister Roland Schultheiß sowie die Abteilungskommandanten beziehungsweise deren Stellvertreter aus Kirchheim, Jesingen, Lindorf und Ötlingen stets auf dem Laufenden des Übungsgeschehens.
Der kompakt vorgetragene Löschangriff zeigte schon nach kurzer Zeit die gewünschte Wirkung, sodass die Meldung „Feuer aus“ gegeben werden konnte.
Bei der anschließenden Übungsbesprechung im Feuerwehrgerätehaus ging Abteilungskommandant Andreas Jakob noch einmal auf die Übungsschwerpunkte ein. Hierbei stellte Stadtbrandmeister Roland Schultheiß den Einsatzkräften ein gutes Zeugnis zu ihrer gelungenen und weitläufig angelegten Übung aus. Erfreut zeigte er sich auch über das rege Interesse der Bürger an ihrer Feuerwehr. Besonders beeindruckt zeigte sich Ortsvorsteher Clemens Moll, zum einen über die Schlagkraft der Wehr und zum anderen über den Aufbau der langen Löschwasserversorgungsleitungen und schloss mit dem Dank an alle Einsatzkräfte für ihr Engagement.

