Hauptversammlung 2009 - Ovation für scheidenden Kommandanten

Ganz im Zeichen des Führungswechsels stand die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim, Abteilung Nabern. Bis auf den letzten Platz besetzt war das Feuerwehrgerätehaus bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim, Abteilung Nabern am vergangenen Samstag. Im Mittelpunkt stand dabei der Wechsel an der Führungsspitze. Abteilungskommandant Hubert Möhl und sein Stellvertreter Rainer Gall übergaben ihre Ämter nach 15 Jahren in jüngere Hände. Mit einem eindeutigen Wahlergebnis wurde Andreas Jakob neuer Abteilungskommandant und Markus Helfert sein Stellvertreter.

Als Wertschätzung für die Feuerwehrabteilung Nabern, als auch für Hubert Möhl und Rainer Gall, ist die große Zahl der Ehrengäste mit Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, MdB Michael Hennrich, MdB Karl Zimmermann, Ortsvorsteher Clemens Moll, die Ortschaftsräte, Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich, Stadtbrandmeister Roland Schultheiß, die Abteilungskommandanten aus Kirchheim, Lindorf und Ötlingen sowie eine Abordnung der Partnerfeuerwehr Alleshausen mit Bürgermeister Harald Fischer und Kommandant Hans Fuchs zu deuten.

Zu Beginn der Versammlung gedachte man des verstorbenen ehemaligen Abteilungskommandanten Dieter Doll und des Mitglieds der Altersabteilung Walter Schäfer. In seinem akribisch ausgearbeiteten Bericht ließ Abteilungskommandant Hubert Möhl das Jahr noch einmal Revue passieren. Von Personellem (Jacqueline Gölz erste Feuerwehrfrau in Nabern), über die 19 Ausbildungsdienste, die Fortbildung in Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene, die sieben Einsätze, die Arbeit Strahlenschutzgruppe bis zur Hauptübung reichten seine Ausführungen. Trotz all dieser Aktivitäten kam der gesellige Teil keineswegs zu kurz. Besonders erwähnt sind hierbei der Kameradschaftsabend, die Informationsfahrt gemeinsam mit der Feuerwehr Alleshausen zum Flughafen Frankfurt sowie der dreitägige Berlin-Besuch. Anerkennung erfuhren auch die 17 Mitglieder der Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Walter Doll für ihr engagiertes Wirken. 60 Mitglieder (37 Aktive, 17 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und sechs Mitglieder der Altersgruppe) gehören der Naberner Wehr an. Diese leisteten im Berichtszeitraum über 2000 ehrenamtliche Stunden. Mit Dankesworten sowohl an die Oberbürgermeisterin, an den Ortsvorsteher, die Arbeitsgeber, den Stadtbrandmeister und Mitglieder der Abteilung schloss Hubert Möhl seinen Bericht.

Positives war sowohl den Berichten von Schriftführer Uli Zimmermann als auch von Kassier Günther Schwarz zu entnehmen. Umfangreich war der Terminplan bei der Jugendfeuerwehr. Neben den 20 Übungsdiensten, einer Schauübung und einer 24-Stunden-Übung gesellten sich zahlreiche weitere Aktivitäten sowohl sportlicher als auch geselliger Art. Erfreut zeigte sich der Jugendfeuerwehrwart Walter Doll nicht nur über den guten Dienstbesuch, sondern auch über das Engagement des Feuerwehrnachwuchses.

In seiner letzten Versammlung als Abteilungskommandant gab es einen Lichtbildervortrag der letzten 15 Jahre. Höhepunkte waren dabei sicherlich die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses, die Partnerschaft mit der Feuerwehr Alleshausen, die Übernahme eines Löschfahrzeuges 8 und eines Mannschaftstransportwagens, bemerkenswerte Einsätze, die Gründung einer Jugendfeuerwehr und nicht zuletzt das 125-jährige Bestehen der Feuerwehr Nabern. Wichtig für ihn sei, so Hubert Möhl, die Kameradschaft, das Gefühl der Verbundenheit und mit anderen gemeinsam an einem Strang zu ziehen getreu dem Motto „Einer für alle – alle für einen“. Mit Worten des Dankes für die Unterstützung, vor allem auch von seiner Familie endete der Rückblick.

Lob und Anerkennung sprach Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker nicht nur Hubert Möhl und Rainer Gall, sondern der gesamten Abteilung aus und hob dabei den guten Ausbildungsstand und die Jugendarbeit hervor. Feuerwehreinsätze bringen oftmals eine Gefährdung der Gesundheit mit sich. Ebenfalls wohlwollend äußerte sich Ortsvorsteher Clemens Moll und betonte die überdurchschnittliche Leistung der Wehr, damit sei ein Sicherheitsgefühl für die Bevölkerung gewährleistet.

Bei den Wahlen galt es nicht nur die Führungsspitze, sondern auch den kompletten Ausschuss neu zu wählen. Mit einem Topergebnis wurde Andreas Jakob zum Abteilungskommandanten und Markus Helfert zu dessen Stellvertreter gewählt. Dem neuen Ausschuss gehören an: Michael Attinger, Uwe Binder, Patrick Gölz, Markus Helfert, Björn Maier und Günther Schwarz.

Stadtbrandmeister Roland Schultheiß ließ in seinem Grußwort anklingen: „Schade Hubert dass Du aufhörst“, auf Dich war immer 150 Prozent Verlass. Sein Dank galt auch Rainer Gall und der gesamten Abteilung, welcher er eine große Motivation und einen guten Ausbildungsstand bescheinigte. Den Neugewählten wünschte er immer eine glückliche Hand. Ebenso positiv skizzierte auch Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich die Leistung der Naberner Feuerwehrabteilung.

Andreas Jakob als neu gewählter Abteilungskommandant bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er bedankte sich bei seinem Amtsvorgänger und versprach neue Aufgaben anzupacken.

Erfreut zeigte sich Hubert Möhl über die Übernahme von Mona Schuler von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr und über die vier Neuzugänge bei der Jugendfeuerwehr. Mit besonderer Genugtuung nahm Hubert Möhl die Ehrung von Fritz Gölz für 50-jährige und Manfred Maier für 40-jährige Wehrzugehörigkeit vor und würdigte ihr Wirken zum Wohle der Naberner Feuerwehr ebenso seiner treuen Wegbegleiter seiner Amtszeit.

Anerkennung erfuhren zudem der Bürgermeister Hans Fischer und Kommandant Hans Fuchs aus Alleshausen für die langjährig praktizierte Partnerschaft. Grußworte ihrerseits unterstrichen die fest verknüpften Verbindungen beider Wehren.

Neun Aktive der Wehr durften aus den Händen von Stadtbrandmeister Roland Schultheiß ihre Beförderungen aufgrund entsprechender Leistungen und Lehrgangsbesuche etc. entgegennehmen.

Im Namen seiner Feuerwehrkameraden würdigte Rainer Gall die Verdienste von Hubert Möhl und schloss dabei auch seine Familie mit ein. In seinen Ausführungen hob er neben der Leistungsfähigkeit der Wehr als weiteren Eckpunkt das Miteinander hervor. „Für mich bist und bleibst Du ein Vorbild an Disziplin und Kameradschaft“.

Hubert Möhls Schlussworte: „So nun ist mein Kapitel als Feuerwehrkommandant der Abteilung Nabern offiziell beendet. Es war eine wunderschöne Zeit mit Euch“ wurde mit stehender Ovation bedacht.

Hauptversammlung 2009 - Ovation für scheidenden Kommandanten